Geschichte des Chores
Im Jahre 1965 entstand an der damals neuen „Geschwister-Scholl-Schule“ in Rodgau/ Hainhausen ein kleiner, neuer Schulchor, entsprechend dem Wunsch einiger Mädchen der oberen Hauptschulklassen. Schulleiter Bertrand hatte auch gleich den richtigen Junglehrer, einen gewissen Waldemar Tober bei der Hand, der diese Herausforderung hoch motiviert annahm.
Zwei Tatsachen waren es, die den Chor seinerzeit nicht nur ungewöhnlich rasch bekannt machten, sondern bis heute am Leben hielten: Zum einen erkannte Waldemar Tober sehr klar, dass sauberes Singen vom Gehör abhängt, welches nun einmal nicht Jeder besitzt und das auch nicht erlernbar ist. Er ließ also vorsingen und verteilte so die Stimmen bzw. legte verschiedenen Bewerbern nahe, sich einem anderen Hobby zu widmen. Zum anderen besann er sich auf das, was er in seinen Seminaren an der PH Würzburg gelernt hatte.
Er schrieb seinen ersten Chorsatz allein, und das zeitraubende, oft sinnlose Stöbern in Notengeschäften hatte ein für alle Mal ein Ende.
Als die Zeit reif war wurde aus dem Schulchor ein Jugendchor, der sich unter die Fittiche der DRK begab und somit den Namen „JUGENDCHOR DES DEUTSCHEN JUGENDROTKREUZES“ erhielt.
Man sang zwölf glückliche und erfolgreiche Jahre zusammen, bis wieder die Zeit für einen Wechsel reif war. Die Natur forderte ihr Recht und die Mädchen entschieden sich für die „männlichen Hosenbeine“, wie Waldemar Tober einräumen musste.
Jedoch im Jahre 1992 traf man sich auf Anregung einer ehemaligen Sängerin zu einem Meeting – mehr sollte es nicht sein. Aber Waldemar Tober wusste es so einzurichten, dass viele Ehemalige der Versuchung nicht widerstehen konnten und das gemeinsame Singen wieder wagten.
Ein Chormitglied, der damalige Mitsänger und mittlerweile pensionierte Pfarrer Witzlau, machte der Suche nach dem richtigen Namen ein rasches Ende und schlug den treffenden Namen „Da Capo“ vor, welcher ja den Gegebenheiten einer dritten Neuformation mehr als Rechnung trug. "Da Capo" war geboren.
Verstärkt wurde der "neue alte Chor" durch Sängerinnen und Sänger, die ebenfalls Spaß am Singen hatten, mitgebracht von Freund oder Freundin, mal reingeschnuppert und dabei geblieben.
Sommer- und Weihnachtskonzerte fanden statt und der Chor bekam stetigen Zuwachs. So wurde Da Capo zu dem, was er heute ist: Ein Chor voller musikbegeisterter, jung gebliebener Menschen, die Lust am Musizieren, am Feiern und an der Geselligkeit haben.
Daneben hat der Chor auch eine "moralische Verpflichtung" übernommen, indem seit mittlerweile über 10 Jahren mit den Einnahmen aus den Konzerten ein Kinderheim in Cakany in der Slowakei unterstützt wird. Hier ist im Laufe der Jahre ein enger Kontakt gewachsen, der von gegenseitigen Besuchen gekrönt wurde.
Da Capo ist kein Verein und darauf ist der Chor stolz. Deshalb bestehen keinerlei Abhängig-keiten zu Niemandem. Gesungen wird was Spaß macht. Jeder kann sich einbringen bei der Auswahl der Lieder. Das macht nicht nur Spaß, sondern fördert das Zusammengehörig-keitsgefühl. Über alle den Chor betreffende Fragen wird gemeinsam diskutiert und entschieden.
Die Da Capo-Lieder gefallen den Menschen in Rodgau und mittlerweile weit über dessen Grenzen hinaus. Viele Songs schreibt Waldemar Tober dem Chor auf den Leib. Es sind frische Lieder, lustige, leichte, schwere, einfache und in vielen Sprachen gesungene. Natürlich gehören auch traditionelle Stücke in das Repertoire. Doch wo immer es möglich ist, setzt Waldemar Tober seine Akzente in die Musik. Seine Vorliebe für den Jazz hat so manchem Da Capo-Stück einen Touch verliehen.
Singen ist gesund und erhält gesund. Das ist mittlerweile sogar medizinisch anerkannt. Wir Sängerinnen und Sänger wissen das schon lange und wer einmal erfahren hat, wie schön es ist, in der Musik zu schweben, der weiß, wovon wir sprechen.
Deshalb kommt zu uns und erlebt das Hochgefühl Gesang in einem etwas anderen Chor! Wir freuen uns auf euch.
Unsere Aktivitäten
Unsere Proben sind fast immer gut besucht. Es macht Spaß bei uns zu singen. Nach dem Einsingen und ein paar einleitenden Worten von Waldemar geht es dann richtig los.
Vor jedem Sommer-Konzert findet ein Probenwochenende statt. Der Chor zieht sich dann in eine Tagungsstätte (Jugendherberge oder kleine Pension) zurück und probt intensiv für den Auftritt. Darauf freut sich schon am Anfang des Jahres jeder im Chor. Es wird dort natürlich neben dem Singen auch gefeiert und getanzt.
Hier ein Bild von einem Chorwochenende auf Burg Fürsteneck im vorderen Vogelsberg.
